Spieleparadies

May 11, 2008

Gestern war im bei Spielbrett, dem Spieleladen in der Körtestraße.  Ein ganzer großer Laden voller Spiele. Viele offene Schachteln, so dass man sich die Spiele wirklich anschauen oder sogar ausprobieren kann. Dazu ein Verkäufer, der sie vermutlich so ziemlich alle schon gespielt hat. Toll!


Das Internet ist kaputt - jedenfalls in Prag

May 10, 2008

Wegen des geplanten WG-Ausflugs habe ich mir den lonely planet Prag gekauft. In der deutschen Ausgabe, denn die war im Laden gerade vorrätig. Und da heisst es dann zum Thema Internetzugang:

“Wer sein E-Mail-Postfach bei einem kleinen ISP hat, bei seinem Arbeitgeber oder bei einem Schulnetzwerk, kann seine Mails in Prag trotzdem abrufen.”

Davon würde ich doch wohl mal ausgehen. Doch der Text geht weiter:

“Dazu muss man sich einen kostenlosen Webmail-Account (z.B. bei Yahoo, GMX oder Hotmail) anlegen und dann die Weiterleitungsfunktion des Anbieters nutzen.”

Äh, also Webmail kleiner ISPs funktioniert in Tschechien nicht? POP und IMAP sind in Prag abgeschaltet? Interessant…


Freischwimmer

May 10, 2008

Gestern habe ich mir den Film Freischwimmer angeschaut. Irgendwo hab ich gelesen, das sei ein Thriller im Schwimmvereinsmilieu oder so ähnlich. Thriller, hm, irgendwie ist er das, aber andererseits ist der Film überhaupt nicht, was man sich unter einem Thriller vorstellt. Das Ende des Films ist Thriller-like, und mir persönlich zu schräg. Aber der meiste Teil des Films ist nicht Thriller, sondern Schwimmvereinsmilieu, und das ist beinahe gruseliger. Der ganz normalen Wahnsinn einer idyllischen Kleinstadt. Heile Fassade, dahinter tiefe Abgründe. Die Charaktere sind fast realistisch, nur ein klein wenig zugespitzt - herrlich. Gute Unterhaltung. Nur wenn gerade dein Umzug in die Kleinstadt ansteht, solltest du diesen Film vielleicht besser nicht gucken…


Nachwuchs

April 25, 2008

Da haben wir nun Nachwuchs auf der Arbeit. Hätte nie gedacht, dass ich daran Freude haben könnte, aber nachdem ich das Kleine mal auf dem Arm hatte sehe ich das mit anderen Augen. Hab mich gleich freiwillig zur Betreuung gemeldet, leider ohne Erfolg. Also brauch ich doch selber sowas, und heute hab ichs getan: Ich habe mir einen eee zugelegt.

Heise hat ja berichtet, dass die nun unauffällig mit kleineren Akkus ausgeliefert werden (zum gleichen Preis wie vorher). Der Typ im Computerladen hat sich benommen als wäre ich gaga und mir erklärt, den eee hätte es nie anders als mit 4400mAh-Akkus gegeben und das gäbe doch ne schöne Akkulaufzeit, ausserdem käme das nächste Modell erst im Dezember. Danke fürs Gespräch. Bei Karstadt am Hermannplatz hat ein freundlicher Verkäufer für mich zwei Schachteln geöffnet, auf dem Akku selber steht drauf wieviel mAh er hat. Offenbar gibt es Schachteln ohne den verräterischen pinken Aufkleber, die dennoch die kleineren Akkus enthalten. Aber die andere Schachtel hatte noch ein 5200mAh-Modell. Vermutlich haben die noch mehr davon, also falls du mit der Anschaffung eines eee liebäugelst: nix wie hin.


21

April 13, 2008

Mathematik und Spielkarten, MIT und Vegas - das klingt nach den Zutaten für einen interessanten Film, also habe ich mir 21 angesehen. Mehr als oberflächliche Unterhaltung in Form schöner bunter Bilder bietet der Film meiner Meinung nach aber nicht. Kann man sich ansehen, muss man aber nicht. Die Zutaten klingen nach wie vor interessant, vielleicht lohnt sich ja das Buch - auch wenn es wohl (wie der Film auch) die echten Ereignisse um einiges an Fiktion ergänzt haben soll.

Die englischsprachige Wikipedia berichtet außerdem (zumindest in der aktuellen Version) darüber, dass dieser Film “weißgewaschen” wurde - asian-american Hauptfiguren sind im Film weiß, statt dessen gibt es nur asian-american Nebenfiguren, die auch eher als Deppen dargestellt werden.


re:publica08 - Dritter Tag

April 4, 2008

Dank Ausschlafen hab ich die Beziehungskiste vom sorglosen Umgang mit fremden Privatsphären verpasst, hoffentlich gibt es das als podcast. Die Zukunftswerkstatt zum datenschutzfreundlichen Web 2.0 war eine gute Idee, aber viel zu kurz und daher nicht sehr ergiebig. Danach das Podium zur Internetstrategie der ARD, da kannte ich einiges schon vom CCCamp. Trotzdem spannend. Die hard-blogging scientists zum Thema social media in der Wissenschaft wiederum fand ich dann eher etwas enttäuschend. Sehr soziologielastig, vieles dürfte kaum auf andere Fächer und Fachkulturen übertragbar sein. Ausserdem sehr blog-zentriert, manches liesse sich mit anderen Medien vielleicht auch oder sogar besser realisieren.


re:publica08 - Zweiter Tag

April 3, 2008

Erst mal ausgeschlafen. Dann zu Blogpolis. Politische  Blogkarnevals soll es vernetzen. Das Ziel, Blogs zu besseren Google-Ranks als Zeitungen zu verhelfen, scheint mir doch etwas inhaltsleer - ein blog ist nicht per se das bessere Medium. Wer politisch arbeitet, will schließlich Themen setzen und Inhalte verbreiten. Wie weit trägt dabei eine Plattform ohne gemeinsame inhaltliche Grundlage? Man darf gespannt sein.

Danach dann die neue Arbeit. Kommt aus der 9to5- und Hallenprojekt-Ecke. Nein, ich will nicht, das alles bleibt wie es ist, und ich will auch nicht den guten alten Fordismus zurück, früher war nämlich gar nicht alles besser. Aber die hier vorgestellte “neue Arbeit” hat mich überhaupt nicht überzeugt.

Dann ein wenig pirate bay. Informativ und kurzweilig, aber mit einer halben Stunde viel zu kurz angesetzt. So gab es auch keine Zeit für Diskussionen.

Richard Heigls Perspektiven einer europäischen Medienpolitik waren wie erwartet spannend, die Diskussion leider nicht so sehr. Das Publikum war so heterogen, dass die Diskussion nicht wirklich in die Tiefe ging. Schade eigentlich.


re:publica08 - Erster Tag

April 2, 2008

Der erste Tag der re:publica08 begann für mich mit der keynote Nützliches Vergessen. Erinnern und Vergessen, das Internet vergisst nicht, warum ist das problematisch, welche Ansätze gibt es, dies zu ändern. Die konkreten Optionen blieben aber eher vage. Bis auf das marktradikale Bekenntnis des Referenten zur unsichtbaren Hand und dem Markt als einzigem Weg, Wahlmöglichkeiten zu schaffen. Wie gut das funktioniert, wissen wir aus anderen Bereichen. Blieb aber nur ne Randbemerkung, insgesamt war sein Vortrag interessant und manches bedenkenswert. Aus dem Publikum gab es den Vorschlag, analog zum CO2-neutralen Lebensstil einen erinnerungsneutralen Lebensstil zu pflegen: Beim Kauf einer neuen Festplatte die gleiche Menge Daten löschen. Sind nicht genug alte Daten da - Festplatten werden schließlich immer größer -, so kann man ja alte Daten von jemand anders kaufen. Ich befürchte, der Vorschlag war ernstgemeint.

Anschließend gab es die Podiumsrunde zur Zukunft der social networks. Der social-network-Baukasten mixxt bietet abgeschlossene Netzwerke für bestimmte Personengruppen, denen gegenüber die user unterschiedlich viel Daten preisgeben können. Das dezentrale und damit betreiberunabhängige noserub verspricht dem user ebenfalls mehr Kontrolle über die eigenen Daten. Beides wurde aber nicht sehr ausführlich besprochen, müsste man sich mal anschauen, was das taugt. Überhaupt gab es wenig neue Erkenntnisse, sondern vor allem unterhaltsames StudiVZ bashing durch Moderator Tim Pritlove. Nix gelernt, aber viel Spaß gehabt.

Zu den beiden Veranstaltungen berichtet auch heise news.

Später hab ich mir dann noch ein wenig Qualitätsdebatte Blogs vs. Journalismus gegeben.


re:publica08 - Eindrücke

April 2, 2008

Ich bin bei der re:publica. Kulturell ist das hier erwartungsgemäß ganz schön anders als Hackerevents wie CCC oder so. Angefangen mit der Kleiderordnung. Keine T-Shirts mit Nerd-Witzen drauf, eher hip-jung-dynamisch. Insgesamt eher so ein junge-unkritische-Existenzgründer-feeling. Der Frauenanteil ist ein wenig höher als bei techniklastigeren Veranstaltungen - allerdings nur im Publikum. Unter den Vortragenden habe ich am ersten Tag gerade mal zwei Frauen gezählt. An allen Ecken und Enden blitzen Kameras, und ständig sieht man Leute bei Video- und Audiointerviews. Wer soll sich all diese Podcasts eigentlich reinziehen? Da drängt sich etwas der Eindruck eines selbstreferenziellen Systems auf. Der Wohlfühlfaktor hält sich in Grenzen, ‘meine’ Veranstaltung ist das nicht. Trotzdem gibt es durchaus interessante Beiträge, dazu in den anderen Posts mehr.


Schon wieder die nächste Veranstaltung

March 25, 2008

Habe mir gerade eines der letzten Tickets für die diesjährige re:publica gesichert. Bin ja dem Web 2.0 gegenüber durchaus nicht ganz unkritisch eingestellt - interessant wird es aber auf jeden Fall.